
31. August 2015 Montag
Juhuuu! Endlich klappt es ohne wimmern und/oder bellen. Ich kann Carlos ne Weile alleine lassen. Und mit ner Live-Webcam kann ich ihn über Smartphone ständig im Blick behalten.
Carlos nimmt meine Arbeitsstelle immer mehr als sein 2. Zuhause an. Heute „schlich“ er sich während der normalen Öffnungszeit aus dem Büro, weil die Tür kurz offen stand. Mit leichter Panik bemerkte ich sein Verschwinden und wo fand ich ihn? Vorm Eingang liegend mit Blick auf das offene Geländetor. Er beobachtete völlig ruhig einige Gäste und legte sich dann nieder. Drei wichtige Punkte: 1. Er traute sich von mir weg, ohne mich weiterhin im Blickfeld zu haben. 2. Er rannte nicht weg. Gelegenheit hätte er gehabt. 3. Ihn störten und verunsicherten auch nicht die anderen teils fremden Gäste. Nichts desto trotz werd ich in der nächsten Zeit noch mehr aufpassen müssen, denn es hätte auch schiefgehen können.
Auch hatte er heute 4 intensivere Begegnungen mit anderen Hunden, welche alle äusserst gut verliefen. Egal, ob Hündin, Rüde, kastriert oder nicht kastriert. Alle Kombinationen waren heute dran, völlig problemlos.
Die drei Wochen, in denen Carlos bei mir war, haben mächtigen Eindruck hinterlassen und ich konnte es kaum ertragen, ihn nicht mehr bei mir zu haben. An der Entscheidung, ihn selbst nach der Quarantäne-Zeit nicht mehr wieder zu nehmen, knabberte ich danach lange mit dem Resultat, dass ich ihn wieder haben wollte. Nun, wo die Giardien ausgeheilt sind, konnte ich ihn aus der Pflegestelle mit Quarantäne-Möglichkeit wieder abholen und er wird definitiv jetzt doch bei mir bleiben! Für immer!
Nach der Abholung aus der Quarantäne in Dorsten verbrachten wir Zeit bei Eltern in Duisburg. Das Video zeigt auch die ersten Schritte in Köln.